Die letzten Runden als TSV

Bezirksliga I von 1987/88 bis 1999/2000:

1987/88 Nach dreijähriger Abwesenheit kehrten die Brüder Uwe und Jörg Müller sowie Sven-Peter Müller zu ihrem Stammhaus zurück. Uwe übernahm das Amt des Spielertrainers. – Die hohen Erwartungen, der Wiederaufstieg, lastete schwer auf seinen Schultern. Es stellte sich bald heraus, dass dieses Unterfangen schwer zu realisieren sei. Am Ende der Saison kam man mit 23:25 Punkten nur auf »Rang 6«.

Bezirkspokalsieger 1988 Bezirksligist TSV Münzenberg hatte im ersten Spiel gegen den Wetzlarer Kreisklassevertreter TV Aßlar leichtes Spiel. In der nächsten Auseinandersetzung kam es zum Stadtteilderby gegen Gambach. Unsere Herren gaben ständig den Ton an und gewannen mit 23:20 Toren. Das Halbfinale erreichten die TSV`ler programmgemäß mit einem 18:15-Erfog über SU Nieder-Florstadt aus der Kreisklasse A. In Wettenberg ging es wieder konzentrierter zur Sache. Zielstrebig agierte die Streitmacht und stellte mit 26:19 Treffern die Endspielteilnahme her. Vize-Bezirksmeister Södel war der Finalgegner. Das erste Match , das in Echzell zur Austragung kam , entschieden die Müller-Schützlinge mit 16:12 Toren. Beide Kontrahenten mittlerweile handballmüde geworden, trennten sich in Södel mit einem leistungsgerechten 18:18-Unentschieden. Der schmucke »Bezirkspokal« nun in Zukunft eine Zierde des neuen Trophäenschrankes.

22. Juli 1988 Einweihung der »Münzenberger Sporthalle«. – Danach sportliche Inbetriebnahme. Vom 16. bis 18. September boten die Handballer aus den Stadtteilen von Gambach und Münzenberg attraktive Handballspiele, die gleichzeitig als Vorbereitung für die neue Saison dienten.

1988/89 Mit neuem Schwung und gut vorbereitet schritten Mannschaft, Trainer Uwe Müller sowie Assistent Karlheinz Diehl in der Bezirksliga I zu neuen Taten. Zu Hause, angefeuert von den vielen Fans, boten die stolzen Hallenbesitzer ihre besten Leistungen. Die Heimbilanz von 18:4 Punkten konnte sich sehen lassen. Auswärts standen lediglich 9:13 Zähler zu Buche. In der Endabrechnung bedeutete dies »Rang 5«.

1989/90 In der Hinrunde präsentierte sich das Team unverständlicher Weise desolat. Nur acht Pluspunkte nach Abschluss der ersten Hälfte. – »Abstiegsgefahr« ! – In der Rückrunde erwachten endlich die Spieler aus ihrer Lethargie und zeigten ihre wahren Stärken. Eine Leistungsexplosion brachte noch einen versöhnlichen »6.Tabellenrang«.
Im letzten Heimspiel feierliche Verabschiedung von Goalgetter Dieter Block, der fast 21 Jahre zum Kader der 1.Mannschaft gehörte. Ein Torwart ohne Fehl und Tadel wird den Münzenbergern mit seinen großartigen Reflexen und tollen Paraden ewig in Erinnerung bleiben. – Spielertrainer Uwe Müller übergab für die nächste Saison das Traineramt an seinen Kampfgefährten Michael Brückel.

1990/91 Die TSV-Vertretung von Michael Brückel gecoacht, startete zuversichtlich. Mehrere Niederlagen, hervorgerufen durch personelle Schwierigkeiten, verbauten einen Platz am oberen Tabellendrittel. In der Rückrunde ähnliche Verhältnisse, wobei die hohe 9:21-Heimniederlage gegen Großen-Linden höchste Signalwirkungen auslöste. Am Saisonende stand nur ein enttäuschender »7.Tabellenrang« auf der Habenseite.

Die immer schlechter werdenden Tabellenplätze seit dem Abstieg aus der Oberliga in die Bezirksliga im Jahre 1987 zwangen auch die TSV-Verantwortlichen zum Handeln. Die längst fällige Handballfusion mit den Gambacher Aktiven, die im Jugendbereich mit großem Erfolg seit Jahren praktiziert, nahm Konturen an. – Nach langen Geburtswehen entschied sich die Mehrheit der Vereinsmitglieder am 3.Mai 1991 zur Bildung einer »Spielgemeinschaft« mit den Handballern des TSV Gambach.

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