In der Jahreshauptversammlung am 30. März 2001 im Gasthaus „Zum Löwen“ hatte 1. Vorsitzender Walter Tinz nach Begrüßung, Totenehrung und Vortrag seines Rechenschaftsberichtes von großen Erfolgen und furchtbaren Ereignissen zu berichten. Freud und Leid – Gewinn der Meisterschaft und Tod von Kurt Schwenz und Stephan Wiebach – lagen dicht beieinander. Weiter sagte er, dass die Baumaßnahme „Erweiterungen von Unterstellflächen“ bis auf wenige Arbeiten beendet sei. Unter Punkt „Festsetzung der Mitgliederbeiträge“ entschied man sich für eine stufenweise Erhöhung, die von 2001 bis 2003 jeweils 6 DM bzw. 3 Euro jährlich beträgt. Gemäß Satzung stand die Wahl des Vorsitzenden an. Walter Tinz, der das TSV-Schiff nun seit 1994 steuerte, hatte rechtzeitig angekündigt, nicht mehr zu kandidieren. Als Nachfolger erhielt der seitherige Handballabteilungsleiter Michael Brückel das einstimmige Vertrauen. Erste Amtshandlung des neuen TSV-Oberhauptes war die Würdigung von Walter Tinz mit dessen Wahl zum Ehrenvorsitzenden. Bereits als 16-Jähriger hatte er 1959 den arbeitsreichen Posten des Spielwartes übernommen. In seinen insgesamt 26 Vorstandsjahren begleitete er auch noch die Ämter des Schriftführers, Handballabteilungsleiters, Jugendwarts und 2. Vorsitzenden.

Zwei kleine Jubiläen stehen an: 10 Jahre Handballabteilung Münzenberg/Gambach – 15 Jahre Jugendhandball!

Am 3. Mai 1991 entschieden unsere TSV-Vereinsmitglieder, eine Zweckehe, wie bei der Jugend seit 1986 praktiziert, mit den Gambacher Handballern einzugehen. Damals gab es auf Seiten der Münzenberger noch eine große Gegnerschaft, die die Effektivität dieses Zusammenschlusses bezweifelte. Mittlerweile hat die Spielgemeinschaft, die beide Stadtteilpartner sportlich fester zusammenschweißte, ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden. Die Vergangenheit bestätigt in allen Bereichen kontinuierliche Leistungssteigerungen, die bei der Jugend u.a. zu vier Vize-Hessenmeisterschaften, einer Hessenmeisterschaft und einer Südwest-Meisterschaft führten. Die Herren, die stets vordere Ränge belegten, setzten mit dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft 2000 und dem Aufstieg in die Landesliga-Mitte den Erfolgen die Krone auf. Aus Anlass eines erfolgreichen Jahrzehnts lud die SG-Führung zu einem Jubiläumsturnier für Frauen- und Herrenmannschaften in der Zeit vom 28. August bis 2. September 2001 ein.

Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab. – Herbert Schäfer, ein mit vielen Talenten begnadetes Münzenberger Urgestein, verlor nach Jahren den Kampf gegen die heimtückische Krankheit Krebs. Er verschied, für alle unerwartet, am 20. Februar 2002 im Alter von 57 Jahren. Sein Engagement begann beim TSV Münzenberg 1981 mit der Betreuung der Jugend. Mit ihr war er stets in inniger Harmonie verbunden. So betätigte er sich mit einigen Unterbrechungen 12 Jahre lang als Trainer vieler Mannschaften. Seine Berufung in den Vorstand erfolgte bereits 1982, und zwar zuerst als Jugendwart, danach als 1. Handballabteilungsleiter. Ab 1984 übernahm er auch noch für fünf Jahre den Posten als Frauentrainer. – Als die Personalnot bei den Handballern immer beängstigendere Auswirkungen annahm, war er großer Befürworter der Bildung einer Spielgemeinschaft mit den Gambacher Handballern, die dann 1991 zustande kam. In den ersten drei Jahren der SG leistete er als 2. Vorsitzender und Jugendwart hervorragende Pionierarbeit. 1994 legte er nach zehn Jahren nimmermüden Wirkens alle Ämter in jüngere Hände.

Michael Brückel, seit einem Jahr 1. Vorsitzender des TSV, lud zum ersten Mal zur Jahreshauptversammlung am 15. März 2002 ins Gasthaus „Zum Löwen“ ein. Nach seinen Begrüßungsworten und dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder Kurt Koch, Ewald Kollmar, Uli Zelk sowie Herbert Schäfer ließ er seine Amtszeit Revue passieren. Zu Punkt 9 „Wahl des Vorstandes“ ergaben sich durch die Absage des seitherigen 1. Kassenwartes Burkhard Mengel zwingende Änderungen. Wolfgang Döll, seit 1994 2. Vorsitzender, übernahm das Ressort „1. Kassenwart“, damit im Finanzwesen wie bisher alles seinen geordneten Lauf nimmt. – Der frei gewordene Sessel „2. Vorsitzender“ wird erstmals von einer Frau, und zwar von Cornelia Scheurich, die seit 30 Jahren im Vorstand aktiv ist, eingenommen. Das Amt „Turnen und Freizeit“, dem sie als Abteilungsleiterin vorstand, führt sie kommissarisch weiter. Zum Schluss stellte Michael Brückel den Aktionsplan für das 100-jährige Vereinsjubiläum im Jahre 2004 vor.

Die Jahreshauptversammlung 2003 stand ganz im Zeichen des „100-jährigen Vereinsjubiläums“ im Jahre 2004! Vorsitzender Michael Brückel hielt Rückschau auf ein arbeitsreiches Jahr mit vielen Veranstaltungen. Hervor hob er den gemeinsamen Sportlerball des TSV mit dem Traiser FC und das Kleinfeldturnier „Im Schatten der Burg“, das alle Rekorde brach.

Zum Schluss der Berichterstattung gab es noch einen kurzen Überblick über den Stand der Planungen zum Jubiläumsfest. Ganz besonders erleichtert zeigte er sich, dass das Motto „Vom TSV 1904 kommen wir“, unter dem die Feierlichkeiten unseres „100-jährigen Vereinsjubiläums“ und auch das Fest der Handballer „75 Jahre Handballabteilung“ fröhlich begangen werden sollen, kreiert werden konnte. Danach folgten satzungsgemäß Ergänzungswahlen des Vorstandes, die reibungslos vonstatten gingen. Für das Amt des 2. Abteilungsleiters „Turnen und Freizeitsport“, das bisher Katja Weißenfels begleitete, aber nicht mehr dafür kandidierte, wurde Peter Ockenfels, Leiter der ASG, das Vertrauen ausgesprochen.

Unter Punkt 11 „Verschiedenes“ folgten nun eingehende Informationen durch den 1. Vorsitzenden Michael Brückel und die Koordinatoren Torben Alles und Walter Tinz über den Stand des „Festbuches“ sowie über den „Stehenden Festzug mit Lichterfest“, der in der historischen Altstadt durchgeführt werden soll. Am Ende lebhafter Debatten mit weiteren guten Anregungen aus der Versammlung bat Vorsitzender und auch Festausschuss-Oberhaupt Michael Brückel um Mithilfe, wenn es gilt, tatkräftig Hand anzulegen, um ein Fest der Superlative für Jung und Alt veranstalten zu können.

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